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Wasser ist seit Generationen Synonym für Wohlbefinden von Körper und Seele. Wasser und damit auch das Wasserbett verwöhnen einfach Menschen jeden Alters.

 

SCHOTTISCHER EARL HAT EIN WASSERBETT IM SCHLOSS

 

Eines Tages im Juli vor zwei Jahren ging ein junger Mann aus Schottland geradewegs von der Straße aus in das Geschäft Simply Waterbeds in der kleinen Stadt Leamington südlich von Coventry in Südengland und legte sich in ein Wasserbett. Nach einer Viertelstunde stand er auf und konstatierte: -So eines nehme ich.   

   Schottischer Earl hat ein Wasserbett im Schloss

So einfach kann es also sein, ein Wasserbett zu kaufen. Auf jeden Fall, wenn man der 28-jährige Earl von Aboyne ist und zufällig auf einer Geschäftsreise vorbeikommt, die dem Vertrieb des Single Malt Whiskeylikörs aus eigener Produktion gilt.
 
Auf die Frage, warum Alistair Aboyne ein Wasserbett gewählt hat, antwortet er ohne Umschweife: -Ich erhebe einen einzigen Anspruch, und das ist Komfort. Ich finde, dass es unwahrscheinlich angenehm ist, im Wasserbett zu liegen. Außerdem war es ­billig im Verhältnis zu den anderen Betten, die ich mir angesehen hatte, erzählt Alistair Aboyne, der für seine neue Wohnung auf Schloss Aboyne, das am Fluss Dee, 60 km westlich von Aberdeen liegt, Betten in der Preisklasse von 3000 englischen Pfund im Auge gehabt hatte.
 
Das Schloss-Wasserbett hat in Alistairs moderner Wohnung, die im ­1. Stock dessen eingerichtet wurde, was einmal eine alte Garage war, ganz oben unter dem Hahnen­balken seinen Platz gefunden. John, dem Zimmermann des Schlosses, waren leichte Bedenken gekommen. Er konstruierte daher einen extra verstärkten Fußboden, und von diesem Treppenabsatz her bietet das Bett jetzt Aussicht auf den geschmackvoll eingerichteten Wohnzimmerteil. Alistair kann vom Bett aus mit Hilfe einer Fernbedienung vor dem offenen Ka ­in und dem Gemälde eines seiner Ahnen eine große Leinwand ­herunterlassen, so dass er im Bett liegen und im “Kino” spannende Filme sehen kann.
 
Eine Fußgängerbrücke führt von Alistairs Zimmer hinaus über den Hofplatz und in direkter Verbindung zum Hauptschloss, in dem Alistairs Vater mit dem Rest seiner Familie wohnt. Somit ist es einfach, einander zu besuchen, und Alistairs Familie ist auch schon zu Besuch gewesen und hat das Wasserbett ausprobiert. Alle finden, dass es eine originelle Idee ist, und viele andere im Bekanntenkreis sind derselben Meinung. Auf jeden Fall schätzt Alistair, dass wohl schon 500 Menschen sein Bett ausprobiert haben. -Am Silvester­abend 2000 waren wir mindestens 10 Personen in meinem Bett, erinnert sich Alistair, der das Bett am ersten Tag der Aboyne Highland Games bekam, die getreu der Tradition am ersten Wochenende im August stattfinden.
 
-Der Verkäufer, der das Bett aufstellte, hatte mich darauf hingewiesen, dass es zu kalt sei, und mir geraten, bis zum nächsten Tag zu warten, bevor ich mich hineinlege, weil es erst dann warm genug sei. Aber ich konnte es nicht erwarten, und so fror ich in der ersten Nacht wie ein junger Hund, aber seitdem ist das Bett wundervoll, erzählt Alistair lächelnd, der seinen Whiskeylikör auf den Beinamen getauft hat, der seinen Vorfahren einst im 16. Jh. von Königin Mary verliehen wurde.
 
-Damals zu Königin Marys Zeit wurde das Oberhaupt des Gordon Clans zum The Cock o` the North ausgerufen, weil dieser schottische Lehns- und Stammesverband so machtvoll war. Den Titel trägt heute mein Vater, erzählt Alistair, der seit drei Jahren für seinen Whiskey­likör Marketing betreibt. Die goldfarbenen Tropfen in der schwarzen Flasche, die im Geschmack an einen etwas weniger süßen Drambui erinnern, werden aber schon seit mindestens 150 Jahren produziert, schätzt Alistair, der den Cock o` the North als gemütliches Getränk über das Dessert hinweg empfiehlt oder als Toddy – an einem kalten Tag gern in einem warmen Wasserbett genossen.