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SCHLAFLEXIKON
Erholsamer Schlaf. So sollte es sein. Nicht nur, weil wir ein Drittel unseres Lebens schlafen, auch weil dieses Drittel über die Qualität der übrigen zwei Drittel entscheidet.
Deshalb ist es wichtig, die richtigen Ressourcen einzusetzen, um nachts gut zu schlafen. Dieses Schlaflexikon ist als Nachschlagewerk gedacht für diejenigen, die mehr über Schlaf erfahren und durch verbesserten Schlaf eine höhere Lebensqualität erreichen möchten.
Das Lexikon basiert auf dem Buch von Psychiater Jes Gerlach, 'Søvn' (2003). PsykiatriFondens Forlag.
| Alpträume |
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Während des REM-Schlafes können oft angsterfüllte Träume erschreckenden Inhaltes vorkommen, der häufig aus unerfreulichen Elementen wie Tod oder Demütigung herrührt.
10-15% aller Kinder ab drei Jahre haben ab und zu Alpträume, die aber normalerweise mit den Jahren verschwinden. Erwachsene, die gewaltsame Erlebnisse, z.B. Krieg, gehabt haben, können langwierige Probleme mit Alpträumen haben. Generell hat ungefähr 1% der erwachsenen Bevölkerung wöchentliche Alpträume.
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| Frühaufsteher oder Nachtschwärmer |
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Ob man zu den Frühaufstehern oder Nachtschwärmern gehört, ist von unserer biologischen Uhr abhängig, die sich in Form von Nervenzellen in einem Zentrum neben der Hypophyse an der Unterseite des Gehirns befinden. Dieses Zentrum wird auch Hypothalamus genannt. Es wird unter anderem durch die Lichtmenge oder die Dunkelheit, die die Augen aufnehmen, gesteuert. Der Hypothalamus steuert das Hormonsystem, die Körpertemperatur, Hunger, Durst, Wut und Freude – und entscheidet auch, ob wir Frühaufsteher oder Nachtschwärmer sind.
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| Gesunde Schlafgewohnheiten |
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- Der Schlaf soll ein Genuss sein, und nicht nur eine Sache, die schnell überstanden werden muss.
- Nehmen Sie sich genügend Zeit für den Schlaf und gehen Sie frühzeitig ins Bett.
- Die Schlafumgebung muss in Ordnung sein. Das Schlafzimmer sollte dunkel, ruhig und leicht kühl (ca. 18° C) sein.
- Das Schlafzimmer sollte Schlaf und Liebesleben vorbehalten sein. Wenn möglich, darf es nicht als Arbeitszimmer oder Fernsehzimmer benutzt werden, da dies vom eigentlichen Sinn, vom Schlaf ablenkt.
- Verwenden Sie die letzte Stunde vor der Schlafenszeit auf Entspannung und Ruhe, wie z.B. fernsehen oder lesen.
- Meiden Sie Abends Kaffee, Tee und koffeinhaltige Getränke. Auch Alkohol: Alkohol wirkt zwar unmittelbar beruhigend, aber führt zu einem schlechten, oberflächlichen Schlaf.
- Versuchen Sie einen gleichmässigen Tagesrythmus zu erreichen, d.h. stehen Sie jeden Tag um dieselbe Zeit auf und gehen Sie auch um dieselbe Zeit ins Bett.
- Treiben Sie täglich eine halbe Stunde Sport und halten Sie einen 4-stündigen Abstand zur Schlafenszeit ein, da sowohl Puls als auch Temperatur das normale Niveau erreichen müssen, um sich auf die Nachtruhe vorberiten zu können.
- Seien Sie weder hungrig noch übersättigt, wenn Sie Ihren Schlaf antreten.
- Meiden Sie Schlaftabletten oder gehen Sie vorsichtig und sparsam mit ihnen um. Schlafmittel sind nur im äussersten Notfall, bei körperlichen oder psychischen Krankheiten notwendig.
- Respektieren Sie, dass man mit den Jahren öfters im Laufe der Nacht aufwächt und machen Sie kein Problem daraus.
- Nutzen Sie Ihre Vernuft bei Schlafstörungen und beachten Sie die obigen Ratschläge. Leiden Sie immer noch an Schlafstörungen, dann wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
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| Im Schlaf reden |
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Viele Menschen sagen im Schlaf ein einzelnes Wort, ein paar Sätze oder führen einen längeren Monolog. Dies ist oft bei Stress oder Krankheit der Fall und am nächsten Morgen wird sich nicht daran erinnert.
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| Jetlag |
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Nach einer 6-stündigen Flugreise z.B. nach New York, wird die innere Uhr davon überzeugt sein, dass es z.B. 2 Uhr morgens ist, obwohl es in New York wegen der Zeitverschiebung 20 Uhr abends ist. Die Planung wichtiger Termine abends ist daher unratsam, da man das Gefühl hat, es wäre Nacht, und deshalb müde ist.
Die innere Uhr tendiert aber dazu, den Tag länger zu machen, als er tatsächlich ist, weshalb das Problem sich im Laufe von ein paar Tagen verringert. In der Zwischenzeit muss man dafür sorgen, reichlich Licht am Tagesende zu bekommen, damit die innere Uhr einsieht, dass es immer noch Tag ist. Ferner kann man als Vorbereitung für die Reise später ins Bett gehen und versuchen, lange zu schlafen.
Auf Reisen in die andere Richtung wird die innere Uhr ungefähr sechs Stunden im Rückstand sein, und davon überzeugt sein, dass es bei einer abendlichen Landung mitten am Nachmittag ist. Die Einnahme von Melatonin, Anti-Jetlagtabletten trickst den Körper aus, sodass die innere Uhr glaubt, es ist Nacht.
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| Narkolepsie |
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Einer von 200 Menschen leidet an Narkolepsie, volkstümlich auch 'Schlafkrankheit' oder 'Schlummersucht' gennant. Es handelt sich um regelrechte Schlafanfälle von bis zu 20 Minuten, zwei bis sechs Mal pro Tag. Die Anfälle können jederzeit kommen, weshalb sie nicht nur unangenehm, sondern gefährlich sind.
Die Symptome sind starke Tagesschläfigkeit, plötzliche, kurze Erschlaffung der Muskulatur, Halluzinationen in der Übergangsphase vom Wachzustand zum Schlafen und Schlaflähmungen, d. h. man kann sich trotz klaren Bewusstseins nicht mehr rühren.
Narkolepsie lässt sich medizinisch behandeln.
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| Power Nap |
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Es ist personabhängig, ob man ein kleines Nickerchen von ein paar Sekunden oder einer Viertelstunde machen kann, um sich danach erholt und ausgeruht für den Rest des Tages zu fühlen.
Der Bedarf an einem Power Nap nachmittags ist daher individuell, aber die Einführung einer betrieblichen Nachmittagspause ist trotzdem eine gute Idee. Kann man nicht schlafen, kann die Pause für Bewegung oder Meditation benutzt werden.
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| REM-Schlaf |
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Der REM-Schlaf ist ein Bewusstseinszustand, in dem der Körper im Laufe der Nacht heftige Aktivitäten erlebt, mit unregelmäßiger und kräftiger Atmung, niedriger Körpertemperatur, hohem Herzrhythmus und Augen, die sich von Seite zu Seite bewegen. Man träumt 80% der Zeit, was durchschnittlich vier Stunden pro Nacht entspricht.
Nach jeder REM-Phase gleitet der Körper in einen tiefen Schlaf, der für den physischen Wiederaufbau des Körpers verantwortlich ist. Während des Tiefschlafes produziert der Körper viele der Hormone, die Stress und Krankheiten entgegenwirken, da die „Verteidigungstruppen“ des Körpers – die Abwehrzellen – erneuert werden und somit das Immunsystem stärken.
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| Schlaf und Fitness |
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Bewegung sorgt für eine natürliche Müdigkeit, die den Nachtschlaf fördert. Fitness erhöht aber den Blutdruck, den Puls und die Temperatur, die alle vor dem Schlaf das normale Niveau erreichen müssen. Es empfiehlt sich daher, einen 3-stündigen Abstand zur Schlafenszeit einzuhalten.
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| Schlafapnoe |
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Schlafapnoe ist Schnarchen mit Sauerstoffmangel. Die betroffene Person kann dadurch, ohne es zu bermerken, ein paar hundert Mal pro Nacht aufwachen. Der Nachtschlaf ist daher sehr oberflächlich, und die Folgen sind Müdigkeit, Irritabilität, Kopfschmerzen und Gedächtsnisschwächen.
Die Krankheit kann lebensgefährdend sein, da die langen Pausen im Atem Sauerstoffmangel zur Folge haben können. Wie erwähnt, bemerkt die betroffene Person vielleicht nicht selbst den unregelmässigen Atem. Besteht Verdacht auf Schlafapnoe, muss man sich an einen HNO- Arzt wenden.
Schlafapnoe kann mit Änderungen in der Lebensweise wie z.B. Gewichtsreduktion und Vermeidung von Alkohol und Schlafmitteln behandelt werden. Ferner kann man versuchen, auf der Seite zu schlafen, mit einer Zahnschiene zu schlafen oder sich schliesslich operieren lassen.
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| Schlafbedarf |
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Bis heute weiß man nicht mit Sicherheit, warum wir schlafen – nur, dass wir den Schlaf benötigen, um zu überleben!
Der Schlafbedarf ist sehr individuell und ändert sich im Laufe des Lebens.
Der biologische Schlafrhythmus ist wahrscheinlich genetisch bedingt und daher kann es von Vorteil sein, seinen eigenen Schlafbedarf genau zu kennen. Man kann ihn selbst ermitteln, indem man eine bestimmte Anzahl Stunden in der Nacht schläft und danach merkt, wieviel Energie man am Tag danach hat. Die Vorteile eines richtigen und gesunden Schlafes zeigen sich nämlich im Laufe des Tages.
Es gibt jedoch gewisse Faustregeln für die durchschnittliche Stundenzahl, die wir im Laufe des Lebens schlafen sollten. Säuglinge haben den größten Bedarf und schlafen zwischen 17-23 Stunden am Tag. Acht Monate später lässt der Schlafbedarf nach und ab ca. 12 Jahren fällt der Bedarf an Schlaf markant.
Kinder haben einen sehr stabilen Tagesrhythmus und einen durch-schnittli | |